Kim Naver

Nach ihrem Schulabschluss im Jahr 1959 studierte Kim Naver (geboren 1940) Kunstgeschichte an der École du Louvre in Paris. Im Jahr 1962 begann sie in der Werkstatt einer der wichtigsten Weberinnen unserer Zeit ihre Lehre, nämlich bei Lis Ahlmann, einer Repräsentantin für die klassische dänische Tradition im Textilbereich. Später erhielt sie die Möglichkeit, ihr drittes Lehrjahr in der Werkstatt der Weberin und Designerin Vibeke Klint zu absolvieren. Hier machte sie im Jahr 1966 auch ihren Lehrabschluss und etablierte noch im selben Jahr eine eigene Werkstatt.

Seit 1963 wurden Kim Navers Werke an zahlreichen wichtigen Ausstellungen zu dänischem Kunsthandwerk und Textilien ausgestellt und es fanden auch Einzelausstellungen statt – u  a. im Kunstindustriemuseum (Designmuseum Dänemark), welches auch einige ihrer gewebten Teppiche und Stoffe für ihre Sammlung erworben hat. Heute gehört sie zu denjenigen dänischen Textilkünstlerinnen und -künstlern, die sich klassischen Webtraditionen verpflichtet fühlen. Das heißt, sie arbeitet mit einem guten Auge für hochwertige Materialien und einem Gefühl für die Variations- und die Ausdrucksmöglichkeiten der Webtechniken.

Kim Naver ist besonders für ihre industriellen Designs und ihre zahlreichen Ausstattungsarbeiten bekannt, die sie im In- und Ausland sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum ausgeführt hat. Von ihren Hauptwerken, die öffentlich zugänglich sind, können die Wandteppich in der dänischen Nationalbank besonders hervorgehoben werden.

Im Laufe ihrer Karriere erhielt Kim Naver zahlreiche bedeutende Auszeichnungen wie den Cotilprisen im Jahr 1969, den Lunningprisen im Jahr 1970 und den Sonningprisen im Jahr 1975. Im Jahr 1998 wurde ihr eine lebenslange Förderung durch die Kunststiftung Statens Kunstfond zuteil und im Jahr 2000 wurde sie zum „Ritter des Dannebrog“ ernannt.

Erfahren Sie mehr über

Als Designerin beschäftigt sich Kim Naver mit einer breiten Palette von Aufgaben – von Design von Wohntextilien bis hin zur Ausschmückung von öffentlichen Räumen und Beratung von Architektenbüros. Sie hat im Laufe der Jahre für u.a. Paustian, Georg Jensen, Royal Copenhagen und SAS als Designerin gearbeitet. Ihre Arbeiten wurden mit einer Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen prämiiert – hierunter von u.a. Statens Kunstfond, dem Lunning Preis, der Bindesbøll Medaille und dem Cotil-Preis.