FADENDICHTE

Ist die Fadendichte ein Qualitätsmerkmal?

„Thread count“ oder Fadendichte sind Begriffe, die häufig in Verbindung mit der Qualitätsbestimmung von Textilien verwendet werden. Thread counts (TC) geben die Anzahl der Fäden pro Zoll (2,54 cm) einer Meterware an.

In den letzten Jahren hat sich die Angabe der TC zu einem sehr beliebten Qualitätsmerkmal entwickelt, insbesondere bei Bettwäsche. Diese Angabe ist jedoch nicht aussagekräftig, denn TC/Fadendichte sind nicht alleine ausschlaggebend für die Qualität der Bettwäsche. Aufgrund fehlender internationaler Standards bezüglich TC können Textilien mit genau der gleichen Fadendichte über sehr unterschiedliche Kennzeichnungen verfügen. – Hierdurch ist es sehr schwierig herauszufinden, über welche Qualität ein Produkt wirklich verfügt. Bei Georg Jensen Damast haben wir deshalb beschlossen, die folgenden Grundparameter als Qualitätskriterien festzulegen: Die Faserqualität, die Garnqualität, das Färben, das Webprinzip, die Nachbehandlung und die Fadendichte.

1. Die Faserqualität (ägyptische Baumwolle, Baumwolle und Leinen)

2. Die Garnqualität

3. Das Färben

4. Das Webprinzip

5. Die Nachbehandlung/Merzerisation

6. Die Fadendichte

1. Die Faserqualität

Die Qualität von Pflanzenfasern wie Baumwolle hängt von der Faserlänge (Stapellänge) und der Faserfeinheit ab. Je länger die Faser, desto stärker und feiner sind die Fäden. Ägyptische Baumwolle verfügt über die längsten Baumwollfasern. Die Faserlänge beträgt bei ägyptischer Baumwolle zwischen 30 und 50 mm. Georg Jensen Damask verwendet ägyptische Baumwolle für Tischdecken, Bettwäsche und Handtücher. Des Weiteren wird für Tischdecken, Kimonos, Geschirrtücher und Spüllappen Leinen verwendet.

Bei Leinen handelt es sich um den Inbegriff eines nachhaltigen Textilrohstoffes, der über ausgezeichnete Eigenschaften verfügt: er ist langlebig, antibakteriell, wärmeisolierend und im Sommer kühlend. Darüber hinaus absorbiert dieses Textil mühelos Feuchtigkeit. Tatsächlich verfügt Leinen über einige der gleichen Eigenschaften, die man auch von Wolle kennt.

2. Die Garnqualität

Unsere Textilien werden alle aus qualitativ hochwertigen Garnen gewoben. Diese werden vor dem Weben gefärbt, um eine höchstmögliche Farbechtheit zu erzielen. Bei Garn handelt es sich um einen Überbegriff für einen Strang aus Textilfasern. An der Fadenkonstruktion erkennt man, ob das Produkt aus einzelnen oder gezwirnten Fäden besteht. Bei Georg Jensen Damask verwenden wir für die Bettwäsche ausschließlich Einfachgarne. Dies ist nur dadurch möglich, weil wir in erster Linie ägyptische Baumwolle benutzen. Gezwirntes Garn bewirkt einen höheren TC, wodurch das Produkt in der Regel gröber wird. Nehmen wir zum Beispiel Leinen – bei Leinen handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges Produkt, es verfügt jedoch nur über einen TC von 50. Dies liegt daran, dass die einzelnen Leinenfäden kräftiger sind als Baumwollfäden. Ein hoher TC kann folglich nicht alleine als aussagekräftiges Qualitätsmerkmal dienen.

3. Das Färben

Georg Jensen Damask wendet hauptsächlich Garnfärbung an, weil bei dieser Art des Färbens sichergestellt wird, dass die Heimtextilien über eine höchstmögliche Farb- und Waschechtheit verfügen. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass auch eine lichtechte Farbe verblasst, wenn sie lange dem Sonnenlicht ausgesetzt wird.

4. Das Webprinzip

Kennzeichnend für die Damastwebtechnik sind Textilien, die über eine hohe Fadendichte und Fadenfeinheit verfügen. Beim Weben werden zwei rechtwinklige Fadensysteme verflochten und hierbei bilden die Längsfäden die Kette und die Querfäden den Schuss. Man kann zwischen Schaft- und Jacquardweben unterscheiden. Beim Schaftweben entstehen einfache Muster wie Karos und Streifen, während beim Jacquardweben komplexe Muster und Designs kreiert werden können, so wie wir es von den Damasttischdecken kennen.

Bei den Bindungen handelt es sich um die Verkreuzungen, die entstehen, wenn der Kett- und Schussfaden ein Muster bilden: Es gibt drei Grundbindungsarten – die Leinwandbindung, die Köperbindung und die Satinbindung.
Bei Georg Jensen Damask werden alle drei Grundbindungsarten verwendet – abhängig vom jeweiligen Endprodukt. Die verschiedenen Bindungsarten tragen dazu bei, bei den verschiedenen Designs jeweils auf ihre Weise zu einer optimalen Optik beizutragen.
Bei Georg Jensen Damask werden alle drei Grundbindungsarten verwendet – abhängig vom jeweiligen Endprodukt. Die verschiedenen Bindungsarten tragen dazu bei, bei den verschiedenen Designs jeweils auf ihre Weise zu einer optimalen Optik beizutragen.

5. Die Nachbehandlung/Merzerisation

Durch eine Nachbehandlung kann man dem Baumwollgarn und den gewobenen Baumwollmeterwaren eine Reihe zusätzlicher Gebrauchseigenschaften verleihen. Bei Georg Jensen Damast wenden wir die Merzerisation an. Hierbei handelt es sich um einen dauerhaften Veredelungsprozess von Baumwollprodukten.

Diese Behandlung sorgt für eine glatte und glänzende Optik und sie stärkt zugleich die Fasern und deren schmutzabweisende Eigenschaft.

6. Die Fadendichte

Folglich ist nicht die Anzahl der Fäden pro Zoll ausschlaggeben für die Qualität, sondern vielmehr die Qualität der Baumwolle sowie die Webqualität.