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DAS WEBVERFAHREN

Für uns stehen beim Weben Qualität, Funktion und Lebensdauer im Mittelpunkt. Wir befassen uns intensiv mit Garntypen, Bindungsarten und Webtechniken und finden immer wieder neue Webstrukturen, die den Bedarf unserer Kunden in einem hektischen Alltag erfüllen. Vom Projektstart bis zum lagergeführten Textil vergehen oft mehrere Jahre, denn während des Prozesses prüfen und begutachten wir immer wieder die Webergebnisse.

Wussten Sie, dass ...
•  für eine 165 x 260 cm Arne Jacobsen Damasttischdecke ca. 23.600 Einzelfäden verwoben werden?
•  das Aufsetzen einer Webmaschine bis zu 2 Tage dauert?
•  für ein Set Bettwäsche die Zeitspanne vom Webbeginn zum fertigen Produkt drei Monate beträgt?



Materialien und Garne

Ungeachtet des Materials stehen immer Qualität, Funktionalität und Haltbarkeit im Mittelpunkt. Wir verarbeiten mehrere verschiedene Garntypen, die sich jeweils durch ihre ganz besonderen Eigenschaften und Vorteile auszeichnen.

Baumwolle: Für die meisten unserer Produkte verwenden wir ägyptische Baumwolle. Ägyptische Baumwolle ist die hochwertigste aller Baumwollarten, sie hat die längsten Fasern und wird in den meisten baumwollproduzierenden Ländern angebaut. Der Name ist also eher eine Qualitätsbezeichnung als eine Bezeichnung des Ursprungslands. Die Faserlänge der Baumwolle entscheidet über die Qualität. Lange Fasern ergeben starke und feine Garne. Das bedeutet, dass nur drei bis fünf Prozent der Welternte für unsere Produktion in Frage kommen. Sprechen die Funktionalität oder anderen Gründe dafür, verarbeiten wir jedoch auch lang- oder mittelfädige Baumwollkombinationen. Zum Beispiel unsere Handtücher: Die Frotteeschlingen bestehen aus langfädiger Baumwolle, denn sie machen den Stoff besonders flauschig, das Grundgewebe jedoch besteht aus kurzfädiger Baumwolle, da diese die Feuchtigkeit besser absorbiert. Ein anderes Beispiel sind unsere Geschirrtücher: kurzfädige Baumwolle saugt Flüssigkeit besser auf und gibt sie auch besser ab.  

Leinen: Bei der Leinenerzeugung verwendet man die innerste Schicht des Stängels, um die Fasern zu gewinnen und die Garne herzustellen. Leinen ist in seiner natürlichen Form ein grobes und relativ steifes Material, da unsere Leinenprodukte jedoch besonders fein sein sollen, sind mehrere Verarbeitungsprozesse nötig, um diese weiche Qualität zu erzeugen. Eine einzigartige Eigenschaft von Leinen ist seine Verschleißfestigkeit, die bewirkt, dass das Material beim Gebrauch nur weicher wird. Außerdem besitzt Leinen eine Reihe natürlicher Vorteile; so ist es sowohl wärmeleitend als auch antiseptisch. Bedingt durch das optimale Klima wird beinahe das gesamte Leinen in Europa erzeugt. Das Leinen für unsere Textilien wird zu 100 Prozent in Europa geerntet und gewebt.

Wolle: Für unsere Kollektion von Accessoires verwenden wir Wolle. Unsere Kissen und Plaids bestehen aus verschiedenen Wollarten. Der Vorteil von Wolle für Kissen und Plaids sind die sehr guten thermoregulierenden Eigenschaften. Darum wärmt Wolle an kalten Abenden besonders gut. Darüber hinaus ist Wolle knitterfrei sowie farb- und verschleißbeständig.


Einfärbung

Baumwolle, Leinen und Wolle können in verschiedenen Phasen während der Verarbeitung eingefärbt werden. Entweder als Fasern vor dem Spinnen und Zwirnen, als Meterware (Stückfärbung) oder als Garn. Wir färben hauptsächlich das Garn, denn dieses Verfahren sichert die höchstmögliche Farb- und Waschechtheit der Wohntextilien. Zudem ermöglicht die Garnfärbung das Arbeiten mit verschiedenen Farben für schönere Kontraste im Design. Beim Einfärben wird das Verhältnis zwischen Farbstoff, Temperatur, Druck und Zeit präzise aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Um ein Produkt zu erzeugen, das sich leicht behandeln lässt, Wäsche bei 60° C verträgt und bei bis zu 200° C ohne Farbveränderung gebügelt bzw. gemangelt werden kann, stellen wir hohe Ansprüche an die Farb- und Lichtechtheit.

Webverfahren

Beim Weben werden zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Fadensysteme verkreuzt. In Längsrichtung läuft der Kettfaden, in Querrichtung der Schussfaden, Man kann mit einer einfachen und/oder einer Jacquardmusterung arbeiten: Die einfache Musterung erzeugt Streifen oder Karos, während die Jacquardmusterung komplizierte Muster und Designs ermöglicht, die wir von den Damasttischdecken und -bettwäschen kennen.

Bindungsarten

Bindungen sind die Punkte, die beim Verkreuzen von Kett- und Schussfaden entstehen und ein Muster bilden. Man unterscheidet zwischen drei Grundbindungsarten: Leinwand-, Köper- und Atlasbindung. Wir verwenden alle drei Bindungsarten, je nach Produkt und Design. Jede Bindungsart hat ihre Vorteile und verleiht den verschiedenen Designs den optimalen Ausdruck.

Leinwandbindung: Die Leinwandbindung ist die einfachste der drei Bindungen. Wir verwenden sie in unseren Laken, für unsere BASE Produkte und die SOLID Tischdecke. Die Kettfäden liegen abwechselnd über und unter den Schussfäden. Diese Bindung ergibt ein sehr strapazierfähiges Produkt.












Köperbindung: Die Köperbindung, auch kurz Twill genannt, erzeugt im Stoff ein diagonales Muster. Bei der Köperbindung liegen die Kettfäden versetzt über zwei und unter einem Schussfaden. Weil diese Bindungen weniger Kreuzungspunkte haben als die Leinwandbindung, ist das Ergebnis ein geschmeidigeres Produkt, wie wir es beispielsweise von unseren Geschirrtüchern kennen.











Atlasbindung: Bei 5-bindigem Satin liegen die Kettfäden versetzt über vier und unter einem Schussfaden. Diese Bindung ergibt eine sehr glatte und glänzende Oberfläche. Darum bevorzugen wir bei unseren Tischdecken und unserer Bettwäsche die Atlasbindung. Bettwäsche aus 5-bindigem Satin zeichnet sich außerdem durch große Geschmeidigkeit aus und ist besonders atmungsaktiv.



Nachbehandlung

Baumwollgarnen und gewebter Baumwollmeterware können durch Nachbehandlung zusätzliche Gebrauchseigenschaften zugeführt werden. Beim Merzerisieren werden die Baumwollprodukte glatt und glänzend, die Fasern werden gestärkt und noch schmutzabweisender. Laken werden durch Sanforisieren zwangsgeschrumpft, die Meterware wird so stabilisiert und späteres unerwünschtes Einlaufen wird vermieden. Einige Tischdecken werden nachbehandelt, damit sie schmutzabweisend und pflegeleicht werden. Auch Bettwäsche und Kimonos werden einer Nachbehandlung unterzogen, um die Fasern weich und das Leinen knitterarmer zu machen.

Die Damastwebtechnik

Damast, für den wir besonders bekannt sind, bezeichnet eigentlich eine Webtechnik, die auf die chinesische Han-Dynastie (200 v.Chr.) zurückgeht, und mit der farbenreichen und vornehme Seidenstoffe produziert wurden.  Die Technik gelangte über die Seidenstraße in den Mittleren Osten, und Damaskus in Syrien entwickelte sich zum Zentrum der Damastwebtechnik. Im Mittelalter kam die Webtechnik nach Südeuropa und bewegte sich nordwärts, wo sie im holländischen Haarlem ein neues Zentrum fand. Hier lernte die Familie Georg Jensen die Webtechnik kennen und brachte sie nach Dänemark. Mit der Damastwebtechnik entstehen dichte und feinfädige Textilien. Das besondere Relief mit den matten bzw. glänzenden Flächen entsteht dadurch, dass die Schussfäden (in Querrichtung) und die Kettfäden (in Längsrichtung) in einer festgelegten Folge wechseln. Für die Damastwebtechnik wird ein Jacquardwebstuhl benötigt, und in erster Linie setzt man Atlasbindungen ein, damit die wunderschönen Muster mit den vielen Details zu ihrem Recht kommen.

Qualitätskontrolle

Unsere Kunden assoziieren uns mit hoher Qualität und um diesem Anspruch gerecht zu werden, werden unsere Produkte laufend auf ihre hohe Qualität hin kontrolliert. In enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten haben wir für Garne, Unebenheiten und Farbdifferenzen detaillierte Spezifikationen für Toleranzen ausgearbeitet, die nicht überschritten werden dürfen. Vor dem Versand kontrollieren die Lieferanten, dass diese Toleranzen eingehalten werden. Und bei Eingang der Ware prüfen wir die Produkte erneut um sicherzustellen, dass eventuelle Variationen innerhalb der zulässigen Grenzen liegen. Diese strenge Qualitätskontrolle garantiert, dass die Produkte von Georg Jensen Damask stets die Anforderungen an hohe Qualität erfüllen – und sie sind der Garant dafür, dass unsere ungewöhnlich niedrige Reklamationsrate von nur 0,2 Prozent auch so niedrig bleibt.
Über GEORG JENSEN DAMASK

Georg Jensen Damask ist Träger der Kultur, sowohl dänische Designtraditionen als auch die Geschichte von dem Handwerk.
Unsere Gesichte ist seit 1756 auf Stoltze Webetraditionen gebaut, aber die Webetraditionen der Georg Jensen Damask Familie geht zum 1500 Jahrhundert zurück. Damals wie heute sind die Textilen auf ein klassisches design basiert, mit Fokus auf Funktionalität und Qualität.
Durch die Zeit haben wir mit einige der meist  anerkannten Webern , Designern und Architekten wie zum Beispiel Arne Jacobsen, Cecilie Manz, Andreas Engesvik, Margrethe Odgaard und Nanna Ditzel zusammen gearbeitet. Außerdem haben wir mehrere Projekte in Zusammenarbeit mit das Königshaus hinter uns, und wir können uns Stolz Königlicher Hoflieferanten nennen.

Kundenservice

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